Samstag, 11. Mai 2013

BMU Pressedienst Nr. 054/13 -- Naturschutz

Bundesumweltminister Peter Altmaier setzt sich für Schutz der Schweinswale
ein

Bundesumweltminister Peter Altmaier setzt sich für den Schutz der
Schweinswale in Nord- und Ostsee ein. Am Samstag informierte er sich bei
einem Besuch im Ozeaneum in Stralsund über die Arbeit der
Wissenschaftler, die dort den Bestand der Ostsee-Schweinswale erforschen.
Diese Forschung ist die Grundlage dafür, Schweinswale effektiv schützen
zu können – unter anderem vor der Schallbelastung, die beim Bau von
Offshore-Windkraftanlagen entsteht.

„Der Schutz der Schweinswale liegt mir besonders am Herzen", sagte
Altmaier. „Eine erfolgreiche Energiewende gelingt nur im Einklang mit
der Natur. Ich will mich dafür einsetzen, beiden Zielen gerecht zu
werden: einer erneuerbaren Energieversorgung und dem Schutz der Tiere. Was
den Ostsee-Schweinswal angeht, brauchen wir dringend mehr Informationen.
Wir müssen wissen, wo sich die Schweinswale in welcher Lebensphase
aufhalten, um sie effektiv schützen zu können. Darum ist die Arbeit der
Forscher in Stralsund so wichtig."

Die Schweinswale sind nicht nur von der Schallbelastung durch den Bau von
Offshore-Windparks potentiell betroffen. Auch die im Ostseeraum immer noch
verbreiteten Stellnetze gefährden den Bestand.

Schweinswale sind in der Roten Liste Deutschland als stark gefährdet
eingestuft. Während ihr Bestand in der Nordsee als gut erforscht gilt,
liegen über die Population der Ostsee-Schweinswale bisher kaum belastbare
Erkenntnisse vor.

Die Meeresforscher in Stralsund arbeiten daran, das zu ändern: Im
sogenannten SAMBAH-Projekt, das von der Bundesregierung finanziert wird,
erforschen sie gemeinsam mit allen EU-Ländern rund um die Ostsee den
Bestand der Ostseeschweinswal-Population. Seit Mai 2011 werden die
Klicklaute der Wale mit Unterwasser-Detektoren aufgezeichnet. Ziel ist,
herauszufinden, wo die Schweinswale sich zu welcher Jahreszeit aufhalten
und wo sie daher besonders vor menschlichen Aktivitäten geschützt werden
müssen. Die Datensammlung steht kurz vor dem Abschluss.

Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/naturschutz

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Herausgeber: Bundesumweltministerium, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Dr. Dominik Geißler (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Jürgen
Maaß, Nicole Scharfschwerdt und Frauke Stamer
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