Mittwoch, 17. April 2013

PM 0295-13 (Formel-1-Rennen in Bahrain: Menschenrechte achten)

PRESSEDIENST
» PRESSEMITTEILUNG NR. 0295/13
Datum: 17.04.2013

Formel-1-Rennen in Bahrain: Menschenrechte achten

Anlässlich der Ausschreitungen vor dem Formel-1-Rennen in Bahrain erklären Viola von Cramon, Sprecherin für Sportpolitik, und Volker Beck, Sprecher für Menschenrechtspolitik:

Der internationale Dachverband des Automobils (FIA) vernachlässigt weiterhin die ansteigenden Menschenrechtsverletzungen im Vorfeld des Formel-1-Rennens in Bahrain. Bereits 2011 waren die Veranstalter gezwungen, das Formel-1-Rennen in Bahrain nach blutigen Protesten abzusagen. Zwei Jahre später droht die Situation abermals zu eskalieren. Die Ankündigung der FIA, sich mit Oppositionellen zu treffen, ist ein erster Schritt. Weitere Maßnahmen müssen jedoch folgen.

Der Glanz von Sportgroßveranstaltung darf nicht über die wahren Zustände hinweg täuschen. Sportdachverbände fordern zwar eine strikte Trennung zwischen Sport und Politik, doch finden Sportgroßereignisse von internationalem Rang nicht in einem politisch luftleeren Raum statt. Prestigeträchtige Sportgroßveranstaltungen haben immer eine politische Dimension - gesellschaftliche und politische Begleitumstände auszublenden, grenzt hierbei an Arroganz.

Ein Sportgroßereignis darf nicht als Werbeträger für Diktaturen dienen. Der Sport muss seine Macht noch besser nutzen. Sport kann positive gesellschaftliche Veränderungsprozesse anstoßen. Es reicht jedoch nicht aus, Pressevertreter in einen Ausrichterstaat zu schicken. Die Sportdachverbände müssen bei der Vergabe von Großereignissen auch Forderungen nach politischen Veränderungen stellen. Den Zuschlag erhält nur, wer diese Bedingungen erfüllt.

Unser Antrag zum Thema ,,Vergabekriterien für Sportgroßveranstaltungen fortentwickeln - Menschen- und Bürgerrechte bei Sportgroßveranstaltungen stärker berücksichtigen" wird am 15. Mai in einer Öffentlichen Anhörung im Sportausschuss behandelt.



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