Donnerstag, 28. Februar 2013

PM 0176-13 ("Jugendgarantie" hierzulande und europaweit umsetzen )

PRESSEDIENST
» PRESSEMITTEILUNG NR. 0176/13
Datum: 28.02.2013

"Jugendgarantie" hierzulande und europaweit umsetzen

Zur heutigen Empfehlung des EU-Rates für Arbeit und Soziales zur ,,Jugendgarantie" erklären Kai Gehring, Sprecher für Bildungs- und Hochschulpolitik und Ulrich Schneider, Sprecher für Jugendpolitik:

Die einseitige Sparpolitik der Regierung Merkel hat die Jugendarbeitslosigkeit  in Europa gesteigert. Wer Jugendliche in Arbeit bringen will, muss in Zukunftsbereiche wie grüne Ökonomie investieren. Jugendmassenarbeitslosigkeit birgt sozialen Sprengstoff und riskiert Zukunftschancen. Konjunktur und Entwicklungsperspektiven werden abgewürgt, wenn das EU-Budget gekürzt wird. Eine EU-Strategie, die Länder bei der Bekämpfung ihrer Jugendarbeitslosigkeit unterstützt, war überfällig.

Das Ziel des Rates, unter 25-jährigen Arbeitslosen innerhalb von vier Monaten einen Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsplatz anzubieten, ist unterstützenswert. Damit die Jugendgarantie echte Perspektiven öffnet, sind zielgerichtete Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote von hoher Qualität entscheidend. Nicht der Dschungel des deutschen Übergangssektors soll Vorbild für Europa werden, sondern die Kooperation von Schule, Betrieb und Hochschulen.

Die Bundesregierung muss endlich auch hierzulande handeln: Jugendgarantie muss heißen, dass niemand ohne berufsqualifizierenden Abschluss bleibt und unser System weniger Bildungsverliererinnen und Bildungsverlierer produziert. Die Bundesregierung hat es trotz ihres Klagens über den steigenden Fachkräftemangel versäumt, hierfür ein durchgehendes Konzept vorzulegen.



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