Donnerstag, 13. Dezember 2012

PM 1121-12 (Sicherheitskonzept im Profifußball: Mehr Schatten als Licht)

PRESSEDIENST
» PRESSEMITTEILUNG NR. 1121/12
Datum: 13.12.2012

Sicherheitskonzept im Profifußball: Mehr Schatten als Licht

Zur Verabschiedung des neuen Sicherheitskonzeptes durch die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) erklärt Viola von Cramon, Sprecherin für Sportpolitik:

Die Annahme des Sicherheitskonzeptes nur ein erster Schritt für einen besseren Dialog zwischen Vereinen und Fans. Zu viele Positionen sind weiter umstritten.

Die bestehende Kritik von Fanorganisationen am Konzept sollte nun in den angekündigten Dialog zwischen Profiklubs und Fans einfließen. Die bestehenden Herausforderungen für Stadionsicherheit und Fankultur müssen als ständige Aufgabe verstanden werden. Vereine wie Union Berlin und St. Pauli leisten hier schon seit langer Zeit eine gute Arbeit. Es muss jedoch in allen Profiklubs ein institutionalisierter Dialog festgeschrieben werden, damit Stadionsicherheit und Fankultur besser miteinander vereinbar sind.

Bis zum Beginn der Spielsaison 2013/2014 bietet sich jetzt ein Zeitkorridor, in dem Streitfragen noch vor der Umsetzungsphase geklärt werden können. Wir regen an, zwischen Vereinen und Fans eine neutrale Schlichterstelle zu schaffen. Diese könnte zur Überwindung der unterschiedlichen Positionen, etwa bei der Zuteilung der Ticketkontingente, eine wesentliche Unterstützung sein.

Die absurde Forderung einiger Landesinnenminister nach einer Abschaffung von Stehplätzen ist erfreulicherweise vom Tisch. Außerdem ist es positiv, dass die Mix-Finanzierung der Fanprojekte erhalten bleibt. Das bedeutet, dass Fanprojekte nicht zum Spielball der Profiklubs werden, sondern der sozialpädagogische Ansatz im Vordergrund bleibt. Die Profi-Fußballvereine müssen jetzt ihre finanziellen Beiträge für Fanprojekte erhöhen. Das ist überfällig, denn der finanziell üppig ausgestattete Fernsehvertrag bietet hierfür genügend Spielraum.




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