Mittwoch, 12. Dezember 2012

PM 1111-12 (Koalition will keine Regelung für Putenhaltung)

PRESSEDIENST
» PRESSEMITTEILUNG NR. 1111/12
Datum: 12.12.2012

Koalition will keine Regelung für Putenhaltung

Zum heute im Landwirtschaftsausschuss abgestimmten Grünen Antrag zur Putenhaltung erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Hätten die Verbraucherinnen und Verbraucher vor Augen, wie erbärmlich Puten gehalten werden, bliebe ihnen der Festtagsbraten im Hals stecken. Bislang gibt es keine verbindlichen spezifischen Haltungsvorgaben für Puten. Obwohl selbst die Geflügelwirtschaft Regelungen fordert, will die Regierungskoalition Millionen Tiere weiter leiden lassen.

Während die Bundesregierung Missstände bei der Putenhaltung und Zucht einräumte, bezeichnete die CDU es als unnötig, alles regeln zu wollen und verwies auf die freiwilligen Eckwerte der Geflügelwirtschaft. Damit ignoriert die CDU gravierende Tierschutzprobleme. Völlig zu Recht wies der Vertreter der Bundesregierung darauf hin, dass in der Realität noch nicht einmal die freiwilligen Eckwerte eingehalten werden.

Für die Betriebe, die den Wünschen der Verbraucher nach mehr Tierschutz entgegenkommen wollen, bedeutet die Verweigerungshaltung der Regierungskoalition einen Wettbewerbsnachteil. Das nehmen CDU/CSU und FDP in Kauf.
Trotz aller bekannten Probleme waren die Regierungsfraktionen noch nicht einmal bereit, einen interfraktionellen Fahrplan für verbindliche Regelungen zur Putenhaltung zu erstellen oder unserem Antrag zuzustimmen. Wieder einmal wird deutlich, dass der Regierungskoalition Tierschutz egal ist. Nicht umsonst wurde auch die Debatte für die Novelle des Tierschutzgesetzes am Donnerstag um Mitternacht angesetzt.




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