Mittwoch, 5. Dezember 2012

PM 1087-12 (Jugendgarantie zum Erfolg führen - Qualifizierung europaweit sichern)

PRESSEDIENST
» PRESSEMITTEILUNG NR. 1087/12
Datum: 05.12.2012
Jugendgarantie zum Erfolg führen - Qualifizierung europaweit sichern

Zur heutigen Vorstellung des Jugendbeschäftigungspakets der Europäischen Kommission erklären Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik, und Kai Gehring, Sprecher für Bildungs- und Hochschulpolitik:

Die dramatische Massenarbeitslosigkeit Jugendlicher in Europa ist mit einer Quote von 23 Prozent besorgniserregend. Eine ,,verlorene europäische Generation" darf es nicht geben. Es ist überfällig, dass die EU-Kommission Strategien gegen Jugendarbeitslosigkeit zu einem Schwerpunkt macht.

Angesichts wirtschaftlicher Probleme, harter Sparmaßnahmen und schrumpfender Bildungsetats in vielen EU-Ländern ist die "Jugendgarantie" ein sehr anspruchsvolles Ziel. Damit sie tatsächlich eingelöst werden kann, muss sich die Bundesregierung für einen solide finanzierten EU-Haushalt einsetzen und kontraproduktive Kürzungen des Europäischen Sozialfonds abwenden.

Zwei Millionen unbesetzte Stellen in der EU zeigen, wie wichtig eine bessere Ausgestaltung des gemeinsamen Bildungs- und Beschäftigungsraums ist. Es braucht endlich aufeinander abgestimmte Strategien, um EU-weit Qualifizierung zu verbessern, Bildungsabschlüsse anzuerkennen und Fachkräftemangel zu bekämpfen. Es ist sinnvoll, Bildung lernergebnisorientiert und berufspraktischer zu gestalten.

Europaweite Qualitätsstandards für Praktika sind ein wichtiger Schritt, um Ausnutzung einzudämmen. Bei allen Maßnahmen ist darauf zu achten, dass es sich nicht um unsinnige Warteschleifen zur Schönung von Statistiken handelt, sondern um qualifizierte Angebote mit echten Job-Perspektiven.

Die Gründung der ,,Europäischen Allianz für Ausbildung" zur Kooperation in der beruflichen Bildung zwischen Deutschland und Krisenländern mit extremer Jugendarbeitslosigkeit ist sinnvoll. Das bewährte duale Prinzip als Verbindung von schulischem Lernen und berufspraktischem Handeln im Betrieb kann langfristig auch in anderen Ländern seine Wirkung entfalten. Zusätzlich braucht es zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit aber dringend eine aktive Beschäftigungspolitik für junge Berufseinsteiger.


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