Dienstag, 16. Oktober 2012

PM 0888-12 (Branchenzuschläge - Kritik der Arbeitgeber ist Panikmache)

PRESSEDIENST
» PRESSEMITTEILUNG NR. 0888/12
Datum: 16.10.2012
Branchenzuschläge - Kritik der Arbeitgeber ist Panikmache

Zur Kritik von Arbeitgebern an Branchenzuschlägen in der Leiharbeit, erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte:

Die Arbeitgeberseite reagiert immer mit den gleichen Reflexen auf bevorstehende Lohnsteigerungen: Sie schürt Ängste, dass Arbeitsplätze verloren gehen und Jobs ins Ausland verlagert werden. Das ist Panikmache und entbehrt jeder Realität.

Mit der Leiharbeit soll keine Niedriglohnlinie in den Betrieben eingezogen werden. Sie soll vielmehr den Unternehmen Flexibilität bieten, um personelle Engpässe und Auftragsspitzen abzufedern. In diesem Sinne müssen konsequent Branchenzuschläge für alle Branchen oder eine gesetzliche Equal Pay-Regelung eingeführt werden. Davon profitieren die Leiharbeitskräfte und das ist gerecht.

Spekulationen, dass die Zuschläge bereits eingesetzte Geringqualifizierte verdrängen, sind nicht nachvollziehbar. Nicht die Höhe der Branchenzuschläge, sondern die Auftragslage entscheidet darüber, ob Betriebe Arbeitsplätze schaffen oder nicht. Und Branchenzuschläge werden auch nicht der Grund sein, dass Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagert werden. Hier werden die Beschäftigten verunsichert - das ist nicht akzeptabel.

Die Arbeitgeberseite sollte endlich wieder gesellschaftliche Verantwortung entwickeln. Nur zufriedene und fair entlohnte Beschäftigte sind innovativ und engagiert.


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