Mittwoch, 29. Februar 2012

PM 0172-12 (Arbeitsmarkt bleibt doppelt gespalten)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0172
Datum: 29. Februar 2012

Arbeitsmarkt bleibt doppelt gespalten

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat Februar erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Hinter den offiziellen Arbeitsmarktdaten verbergen sich tiefgreifende Probleme: Jeder Dritte Arbeitslose ist langzeitarbeitslos, fast 110.000 ältere Arbeitslose tauchen in der Statistik nicht auf, ein Drittel der Jobangebote kommt aus der Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge verzeichnen einen Höchststand. Der Arbeitsmarkt ist doppelt gespalten. Den einen bleibt der Zugang in Arbeit ganz versperrt, die anderen müssen sich mit prekären Jobs begnügen.

Für die Betroffenen hat die Arbeitsministerin nichts im Angebot. Im Gegenteil, die Förderung der Weiterbildung ist gegenüber dem Vorjahr um nahezu 30 Prozent eingebrochen, weil CDU/CSU und FDP die Arbeitsförderung drastisch zusammengestrichen haben. Damit gehen die Jobperspektiven von Geringqualifizierten gegen Null. Weiter steil nach unten geht auch die Zahl der neuen Gründungsförderungen: Minus 82 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ist ein skandalöser Negativrekord. So wird die von Ursula von der Leyen im November 2010 voreilig plakatierte Erfolgsbilanz "Weniger als drei Millionen Arbeitslose" nachhaltig ins Wanken geraten.

Aber nicht nur bei der Arbeitsförderung, auch auf dem Arbeitsmarkt passiert immer weniger: Weil Schwarz-Gelb Leiharbeit und Befristungen nicht eingrenzt und die Minijobs sogar noch ausweiten will, bleibt der Boom bei prekären Jobs ungebrochen.

 

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