Freitag, 21. Oktober 2011

Spitzenreiter Maronenröhrlinge aus Markt Oberdorf ++ Fukushima: Die Katastrophe in Japan nimmt ihren Lauf


Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, den 21. Oktober 2011

Spitzenreiter Maronenröhrlinge aus Markt Oberdorf

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Marohnenröhrling„Tschernobyl – noch nicht gegessen“ hat sich einmal mehr bestätigt:
Der diesjährige Spitzenwert unserer Pilzmessungen liegt bei 2500 Bq/kg Cäsium-137. Diese Belastung wiesen Maronenröhrlinge aus dem Gebiet um Markt Oberdorf im Allgäu auf, gefunden im Oktober 2011. Werte im 4-stelligen Becquerel-Bereich sind leider noch keine Seltenheit, vor allem bei Maronenröhrlingen und Semmelstoppelpilzen. Diese Sorten können Cäsium besonders gut aufnehmen.

Warum dies so ist, wie sich dies auswirkt und was wir empfehlen, können Sie in unserer Broschüre „Pilze und Wild“ nachlesen.

 

Die Katastrophe in Japan nimmt ihren LaufKarte Fukushima

Zumutbare  Dosis  für Kleinkinder in Japan dramatisch zu hoch
Die japanischen Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf ein Leben mit erhöhter Radioaktivität einstellen. Dieses – nicht besonders überraschende – Fazit stammt von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Und sie rät den Behörden, nicht „übervorsichtig“ zu sein. Ein Abwägen, inwieweit Sanierungsmaßnahmen auch wirklich sinnvoll sind, wird empfohlen. „Geringfügig“ verstrahlte Erde bis zu einer Obergrenze von 20 Milli-Sievert pro Jahr könne demnach als „unbedenklich“ eingestuft werden. Diese Dosis soll explizit auch für Kinder gelten. Noch im April hatten Vertreter der IAEA dies als deutlich zu hoch für Kinder eingestuft. Zum Vergleich: In Deutschland ist dies die Obergrenze, die „beruflich strahlenexponierten Personen“ in einem Jahr zugemutet wird.

Hotspots in Tokio
Derweil häufen sich Meldungen aus Tokio, 230 km von  Fukushima, dass so genannte Hotspots (Flächen mit extremer Strahlung) gefunden werden: auf einem Schulhof, einem Baseball-Platz, an einer Kirche, in einem Park. In Yokohama, 20 km weiter, wurden erhöhte Strontium-Werte gemessen. Nicht etwa von Behörden, sondern meist von besorgten Eltern, die sich inzwischen organisiert haben und eigene Messungen durchführen. Dass einer der Hotspots von einer Kiste mit Flaschen, die mit Radium-226 gefüllt waren, stammt, gefunden unter einem leerstehenden Haus, ist da nur bedingt beruhigend. Auch eine interessante Entsorgung von hochradioaktivem Material, das möglicherweise aus medizinischer Anwendung stammt.

Plastikplane als Reaktorschutzmantel
Einer der havarierten Reaktoren in Fukushima wurde inzwischen mit einer Polyester-Plane abgedeckt. Ob es aber den gewünschten Erfolg bringt, ist offen. Ein Zurück für die ehemaligen Bewohner der Umgebung von Fukushima, was von der Regierung für Ende des Jahres in Aussicht gestellt wird, ist verantwortungslos.

 

Atomlügen-FlyerUnsere Atom-Info-Kampagne
Mit unserem Atomlügenflyer „In Wahrheit ist alles gelogen“ liefern wir Ihnen wichtige Argumente gegen die Atomkraft. Kurz und knackig widerlegt das Faltblatt das Märchen von der billigen, sicheren und umweltfreundlichen Atomenergie.
Wer die Argumente gegen die Lügen der Atomlobby gerne ausführlich nachlesen möchte, kann das hier tun.

Weitere Argumente gegen Atomkraft haben wir in unseren  Themenflyern zusammengefasst.



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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand




+ + + Termine + + +

Demo gegen Patente auf Leben
26. Oktober, ab 9 Uhr, Hauptkundgebung ab 11 Uhr, Europäisches Patentamt,  Erhardtstr.27, München
Bereits vor Monaten wurde die öffentliche Anhörung zum Brokkoli-Patent im Europäischen Patentamt angekündigt. Jetzt wurde sie völlig überraschend abgesagt. Der Grund: Die Firma Syngenta, die gegen das Patent Einspruch erhoben hat, beantragte eine Entscheidung nach Aktenlage und eine Absage der öffentlichen Anhörung. Es ist zu befürchten, dass das Patentamt unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor den Saatgutriesen mal wieder einknickt und das Brokkoli-Patent aufrecht erhalten bleibt.
Das lassen wir uns nicht gefallen und demonstrieren jetzt erst recht! Informieren Sie Familie, Freunde und Bekannte  über die Veranstaltung und kommen Sie zahlreich mit Transparenten und Schildern! Weitere Infos

Kundgebung: Keine 3. Startbahn
29. Oktober, 10-12 Uhr, Marienplatz, München
Das Aktionsbündnis AufgeMUCkt, der Bund Naturschutz, die Schutzgemeinschaft und die Stadt Freising veranstalten am 29. Oktober 2011 eine Großkundgebung gegen die dritte Startbahn am Münchner Flughafen. Auf der Bühne sprechen u.a. Christian Magerl und Hubert Weiger für den Bund Naturschutz, OB Thalhammer, (Stadt Freising), Michael Schwaiger (Schutzgemeinschaft), Margarete Bause (Grüne), Hubert Aiwanger (FW). Musik kommt von Hans Well mit Familie und Herzbluat.



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