Donnerstag, 14. Juli 2011

Zwischenstand Quantulus ++ Leukämie um Atomkraftwerke ++ Spritschlucker grün lackiert


Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Donnerstag, den 14. Juli 2011

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

vor knapp zwei Monaten riefen wir die Spendenaktion zum Kauf des Quantulus ins Leben. Mit diesem hochsensiblen Messgerät möchten wir unsere Radioaktivitätsmessungen erweitern und künftig auch gefährliche Alpha- und Betastrahler wie Plutonium und Strontium nachweisen. 

Wir haben es fast geschafft!

Dank der Unterstützung zahlreicher Spender konnten wir bereits über zwei Drittel des Kaufpreises sammeln. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Rest noch zusammenbekommen und beginnen nun mit der Umzugsplanung für den Quantulus. Zudem durften wir 100 neue Förderer für die Finanzierung des Betriebs der Messanlage begrüßen. Damit sind bereits 20 Prozent der laufenden Kosten eines ganzen Jahres gedeckt. 

Bei allen Spendern und Förderern bedanken wir uns ganz herzlich und freuen uns über jede weitere Unterstützung!

Wer noch bis zum 31. Juli 2011 Förderer wird, unterstützt nicht nur unsere unabhängige Radioaktivitätsmessung, sondern kann außerdem einen Biourlaub oder weitere attraktive Preise gewinnen.




 

 

 

Schweizer Studie zu Leukämie um Atomkraftwerke: Augenwischerei
Nachdem in der deutschen KiKK-Studie ein signifikant höheres Krebsrisiko für Kinder in der nahen Umgebung von Atomkraftwerken festgestellt wurde, hat nun die Schweiz geprüft, ob dies auch für ihre Atomanlagen zutrifft. Mit dem offiziellen Ergebnis der CANUPIS-Studie: „Das Risiko einer kindlichen Krebserkrankung im Umkreis von Schweizer Kernanlagen unterscheidet sich kaum vom Risiko, welches weiter entfernt wohnende Kinder haben“. Tatsächlich wurde aber ein höheres Risiko im Umkreis von 5 km festgestellt, doch das sei mit dem Zufall vereinbar, so die Autoren der Studie.

Dr. Alfred Körblein vom Umweltinstitut München, der durch seine Berechnungen die KiKK-Studie angestoßen hatte, kritisiert an der Schweizer Studie, dass die Fallzahlen zu klein sind, um mit ausreichender Wahrscheinlichkeit ein signifikantes Ergebnis zu erzielen. Selbst eine Verdopplung des Risikos wäre nur mit etwa 50 Prozent Wahrscheinlichkeit nachweisbar gewesen. Im allgemeinen wird bei epidemiologischen Studien aber eine statistische Nachweisstärke (power) von 80 Prozent gefordert. Um diese zu erreichen, müsste das wahre Risiko mehr als 2,5-mal höher sein als im Vergleichsgebiet bei Entfernungen größer als 15 km. Die Studie, so Körblein, ist "unterpowert" und kann damit nicht als Nachweis für die Unbedenklichkeit von Atomkraftwerken herhalten.

 

Spritschlucker grün lackiert
Sie wollen ein Auto kaufen? Und es soll besonders ökologisch sein? Dann käme für Sie vielleicht ein Porsche Cayenne in Frage: 2,3 Tonnen schwer, CO2-Ausstoß 193 g/km, 8,2 Liter Diesel auf 100 km. Dieser Geländewagen erhält gemäß der neuen PKW-Kennzeichnung auf einer Skala von A+ bis G die grüne „B“-Note. Wenn Sie meinen, mit einem kleinen Toyota Aygo, Verbrauch: 4,5 Liter Benzin, CO2-Ausstoß: 106 g/km, einen besseren Beitrag für die Umwelt zu leisten haben Sie zwar recht. In der neuen Klassifizierung schneidet der aber mit der Note „D“ deutlich schlechter ab.

In unserer Pressemitteilung nehmen wir Stellung zu der neuen PKW-Effizienzkennzeichnung, die deutlich die Handschrift der Autoindustrie trägt.

 

Tschernobyl, Fukushima - Es bleibt viel zu tun!
Die aktuelle Doppelausgabe 59/60 der Münchner Stadtgespräche ist da und widmet sich vor allem den Risiken der Atomkraft und der Zukunft der erneuerbaren Energien. Im Leitartikel  "Halber Ausstieg, ganzer Erfolg?" schildert Autor Gerd Rosenkranz die Versäumnisse des Atomausstiegs und zeigt auf, wo dringender Handlungsbedarf besteht.

Zudem finden Sie unter anderem folgende Themen im Magazin: "25 Jahre Kampf gegen Atomenergie", ein Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Umweltinstitut München e.V., "Im Ernstfall hilflos", wie der Katastrophenschutz im Falle eines Atomunglücks bei uns geregelt würde und "Fit für den Wechsel", worauf Sie bei der Wahl Ihres Ökostromanbieters achten sollten. 

Wenn Sie mehrere Exemplare der Münchner Stadtgespräche bestellen möchten, zum Beispiel zur Auslage an Ihrem Infostand, können Sie dies hier tun.

 

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand

 

 



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