Dienstag, 26. Juli 2011

PM 0655-11 (Oettinger verkennt Chancen der Photovoltaik in Deutschland)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0655
Datum: 26. Juli 2011

Oettinger verkennt Chancen der Photovoltaik in Deutschland

Zu den Forderungen von EU-Energiekommissar Günther Oettinger, die Photovoltaik aus Deutschland auszulagern, erklärt Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik:

Photovoltaik wird künftig neben Windkraft den Hauptanteil der Stromversorgung liefern - in Deutschland genauso wie in Griechenland. 
Anders als EU-Kommissar Oettinger behauptet, wird Solarstrom in Zukunft mit zu den billigsten Stromquellen gehören, da nach 20 Jahren abgeschriebene Solarstromanlagen auf eine Stromproduktion von 0,5 bis 1 Cent pro Kilowattstunde kommen, abgeschriebene Kohle- und Atomkraftwerke produzieren den Strom fünf bis zehnmal teurer.

Oettinger sollte wissen, dass die Einspeisevergütung für große Photovoltaik-Dachanlagen in Deutschland bereits 2013 rund 4 Cent pro Kilowattstunde unter der Vergütung von Offshore-Windkraft aus der Nordsee liegen wird. 

Griechenland bietet nur 10 bis 30 Prozent mehr Solarstromertrag gegenüber guten deutschen Standorten. Dezentraler Solarstrom aus Deutschland ist damit nicht teurer, wenn man bedenkt, dass griechischer Solarstrom erst über teure Leitungen nach Deutschland transportiert werden müsste.

Es ist richtig, dass Griechenland und andere krisengebeutelte Länder einen Fokus auf den Ausbau der erneuerbaren Energien setzen sollten, um Wirtschaftskraft zu schaffen.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien in den EU-Ländern sollte jedoch nicht gegeneinander ausgespielt werden. Oettinger gefährdet mit seinen Forderungen rund 80.000 Arbeitsplätze in der Photovoltaikbranche, sowie die Technologieführerschaft Deutschlands in diesem Bereich.

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: http://twitter.com/#gruensprecher

 

 


(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Pressestelle
11011 Berlin

T: 030 / 227 - 5 72 12
F: 030 / 227 - 5 69 62
http://www.gruene-bundestag.de
eMail: presse@gruene-bundestag.de

Abbestellen: Mail an
Pressemitteilungen-request@mail.gruene-mail.de,
kein Betreff, Text: unsubscribe
Bestätigungsaufforderung unbearbeitet
zurück an den Absender schicken.

Keine Kommentare: