Mittwoch, 13. Juli 2011

PM 0618-11, (Kinderschutz besser vernetzen und solide finanzieren)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0618
Datum: 13. Juli 2011

Kinderschutz besser vernetzen und solide finanzieren

Zu den Ergebnissen des Forschungsprojektes Sexuelle Gewalt in Institutionen - vorgestellt durch die Missbrauchsbeauftragte Christine Bergmann und das Deutsche Jugendinstitut - erklärt Ekin Deligöz, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

In Zukunft muss das Thema "Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen" zu einem verpflichtenden Teil der Ausbildung all jener werden, die mit Schutzbefohlenen arbeiten. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat stets Vorrang vor dem Schutz der Institution und ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Kinder und Jugendliche müssen die Möglichkeit haben, ihre Sorgen und Anliegen angstfrei zu kommunizieren. Dafür sind unabhängige Anlaufstellen nötig, an die sie sich bei Gefährdung wenden können.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts machen deutlich, wie viel beim Kinderschutz noch zu tun ist. Bund und Länder sind gleichermaßen gefragt, wenn es um eine effiziente Ausgestaltung und solide Finanzierung geht. Im Herbst wird es zu den entscheidenden Verhandlungen des Bundeskinderschutzgesetzes kommen – hoffentlich mit gutem Ausgang für die Kinder im Land. Klar ist: Kinderschutz gibt es nicht zum Nulltarif.

Der von der Bundesregierung bisher vorgelegte Gesetzentwurf greift zwar Verbesserungsvorschläge aus der Fachwelt auf. Er muss aber an wichtigen Stellen noch nachgebessert werden. Während immer wieder eine reibungslose Vernetzung vor allem von Jugendhilfe und Gesundheitssektor gefordert wird, scheitern ausgerechnet die zuständigen Bundesministerien kläglich an dieser Herausforderung. Das Bundesgesundheitsministerium hat sich bislang aber weitgehend vom Kinderschutzgesetz ferngehalten. Dabei ist die Überwindung von Schnittstellenproblemen entscheidend für einen besseren Kinderschutz. Der neue Gesundheitsminister muss die Zeichen der Zeit erkennen.

"Die Fraktionspressestelle auf Twitter: http://twitter.com/#gruensprecher"

 


(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Pressestelle
11011 Berlin

T: 030 / 227 - 5 72 12
F: 030 / 227 - 5 69 62
http://www.gruene-bundestag.de
eMail: presse@gruene-bundestag.de

Abbestellen: Mail an
Pressemitteilungen-request@mail.gruene-mail.de,
kein Betreff, Text: unsubscribe
Bestätigungsaufforderung unbearbeitet
zurück an den Absender schicken.

Keine Kommentare: