Freitag, 8. Juli 2011

Etappensieg für gentechikfreies Europa ++ Neue Ausgabe Münchner Stadtgespräche


Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, den 8. Juli 2011

Der Anfang vom Ende der Agrogentechnik

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

der Weg ist frei: Das EU-Parlament stimmte am Dienstag einem Gesetzesvorschlag zu, demnach die EU-Staaten gentechnisch manipulierte Pflanzen verbieten können sollen. Der umfangreiche Protest vieler Verbraucherinnen und Verbraucher für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Deutschland und Europa hat zu einem Etappensieg geführt. Der ursprüngliche Plan nationale Anbauverbote umzusetzen, war eine Mogelpackung, die lediglich die Zulassung neuer Genpflanzen in Europa erleichtern sollte. Viele tausend Menschen haben sich an unserer Protestaktion „Gentechnik-Durchmarsch stoppen“ beteiligt und Nachbesserungen gefordert.

Abgestimmt haben die Abgeordneten nun über einen Entwurf mit wesentlichen Änderungen: Zur Durchsetzung nationaler Anbauverbote können künftig auch Umweltschutzgründe, volkswirtschaftliche Kosten (sozioökonomische Gründe) und wissenschaftliche Unsicherheiten angeführt werden. Gleichzeitig hat das Parlament die Einführung strikter Haftungsregeln gefordert. Landwirte dürfen nicht länger die Zeche zahlen, obwohl sie den Genpflanzen-Anbau ablehnen.

Die Mehrheit der Bäuerinnen und Bauern sowie der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland und Europa wollen keine Gentechnik auf ihren Äckern und Tellern. Jetzt ist Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner gefragt. Denn die Mitgliedstaaten müssen dem Beschluss noch zustimmen und Deutschland hat die Chance in die richtige Richtung zu weisen. Eine gute Gelegenheit für Ministerin Aigner, die Anti-Gentechnik-Position der CSU ihren Wählerinnen und Wählern auch einmal öffentlich zu demonstrieren.

 

Tschernobyl, Fukushima - Es bleibt viel zu tun!
Der deutsche Atomausstieg ist fix, doch leider bleibt das Ausstiegstempo weit hinter den Möglichkeiten zurück. Von der versprochenen "schnellstmöglichen" Energiewende ist noch nichts zu spüren. Dabei müssen die Weichen für den Energieumbau jetzt gestellt werden. Nur mit ehrgeizigen und verbindlichen Zielvorgaben bekommt die anvisierte Energierevolution die nötige Dynamik.

Im Leitartikel der jüngst erschienenen Doppelausgabe 59/60 der Münchner Stadtgespräche "Halber Ausstieg, ganzer Erfolg?" schildert Autor Gerd Rosenkranz die Versäumnisse des Atomausstiegs und zeigt auf, wo dringender Handlungsbedarf besteht.

Zudem finden Sie unter anderem folgende Themen im Magazin: "25 Jahre Kampf gegen Atomenergie", ein Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Umweltinstitut München e.V., "Im Ernstfall hilflos", wie der Katastrophenschutz im Falle eines Atomunglücks bei uns geregelt würde und "Fit für den Wechsel", worauf Sie bei der Wahl Ihres Ökostromanbieters achten sollten. 

Hier geht's zur Bestellung

 

Helfen Sie mit!
Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer garantieren, dass wir auch in Zukunft unabhängig und kritisch arbeiten können. Wir freuen uns über Ihre Hilfe beim Kampf für erneuerbare Energien und gegen die Atomkraft. Zusammen können wir für eine nachhaltige und ökologische Stromerzeugung sorgen.
Hier können Sie schnell und unkompliziert spenden oder Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden:





 



Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand




+ + + Termine + + +

20 Jahre Gärtnerei Obergrashof
10. Juli, 10 bis 18 Uhr, Obergrashof 1, 85221 Dachau
Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums lädt der Obergrashof zum Tag der offenen Tür. Neben Informationen rund um biologisch-dynamische Agrokultur, Fahrten auf die Felder, gesundem Essen und Live Musik erwartet die Besucher eine Podiumsdiskussion
zum Thema Ökolandbau und Welternährung. Zu den Diskutanten zählt Anja Sobczak vom Umweltinstitut München. Da der Obergrashof Kooperationspartner für die Schulprojekte des Umweltinstituts ist, wird das Umweltinstitut außerdem den ganzen Tag über mit einem eigenen Infostand vor Ort sein.

Informations- und Diskussionsveranstaltung zum FRM-II
11. Juli, 19 Uhr, Aula der Grund- und Hauptschule an der Toni-Pfülf-Str. 30, München-Nord
In letzter Zeit hat der Atom-Forschungsreaktor FRM-II der TU München in Garching, der in Luftlinie nur ca. 23 km von München entfernt liegt, mehrmals negative Schlagzeilen gemacht. Jüngst wurde über Rost im Reaktorbecken berichtet.
Neben der physikalischen Frage der Sicherheit des FRM-II spielt hier auch die Frage eine Rolle, inwieweit der Betrieb des Atom-Forschungsreaktors die politische Sicherheit in Frage stellt. Im Reaktor wird mit hoch angereichertem Uran gearbeitet, das zur Herstellung von Atombomben benutzt werden kann.
Prof. Dr. Winfried Petry, wissenschaftlicher Direktor des FRM-II, wird über die Sicherheitsfrage mit Karin Wurzbacher, Physikerin am Umweltinstitut München, diskutieren. Frau Wurzbacher setzt sich seit vielen Jahren kritisch mit dem Betrieb des Atomrektors auseinander.
Veranstalter: Bündnis 90/Die Grünen, OV München-Nord
Moderation: Jutta Koller



Das Umweltinstitut bei Facebook
Das Umweltinstitut bei Twitter

Spenden
Nur mit Ihrer Hilfe können wir unsere unabhängige Forschungs- und Aufklärungsarbeit fortsetzen. Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende! Hier können Sie bequem online spenden.
 
Natürlich können Sie auch auf unser Spendenkonto überweisen:
Umweltinstitut München e.V.
Konto 8 831 100, BLZ 700 205 00
Bank für Sozialwirtschaft
Spenden und Beiträge an das Umweltinstitut München e.V. sind bis zu 20% Ihrer Einkünfte steuerlich abzugsfähig.
Fördern
Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer garantieren, dass wir auch in Zukunft unabhängig und kritisch arbeiten können. Hier können Sie bequem online Förderer werden.
Weiterempfehlen
Wenn Ihnen unser Newsletter gefällt: Empfehlen Sie uns weiter!
Einfach auf "Weiterleiten" drücken oder übermitteln Sie Ihren Freunden und Bekannten folgenden Link:
www.umweltinstitut.org/newsletter
Anregungen
Anregungen und Kritik sind immer willkommen!
newsletter@umweltinstitut.org
Umweltinstitut München e.V. | Landwehrstraße 64 a | 80336 München | umweltinstitut.org

Keine Kommentare: