Donnerstag, 16. Juni 2011

PM 0535-11, (Wer Musik macht, lernt zu denken)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0535
Datum: 16. Juni 2011

Wer Musik macht, lernt zu denken

Anlässlich des vom Deutschen Musikrat initiierten "Tag der Musik" vom 17. bis 19. Juni 1011 erklärt Agnes Krumwiede, Sprecherin für Kulturpolitik:

Der Geiger Isaak Stern fasste den Effekt des lebenslangen Lernens durch Musik treffend zusammen: "Wer Musik macht, lernt nicht zu hassen. Wer Musik macht, lernt zu hören, zuzuhören und zu denken." Dass sich durch kontinuierliches Musizieren geistige und emotionale Fähigkeiten verbessern, ist hinreichend belegt.

Doch trotz des Wissens um die vielfach positiven Auswirkungen musikalischer und künstlerischer Bildung werden in vielen Bundesländern musische Fächer an Schulen gekürzt. In unserem System gelten musische Fähigkeiten im Vergleich zu jenen in sogenannten "MINT"-Fächern nicht adäquat als Leistung. Symptomatisch für die mangelhafte Wertschätzung musischer Leistungen ist die Ausbeutung freischaffender ausgebildeter Musikerinnen und Musikern sowie Instrumental-Lehrkräften auf Honorarbasis mit teilweise sittenwidriger Entlohnung. Dabei sind Fächer wie Kunst oder Musik nicht "an sich" kreativitätsfördernd. Auf die kindgerechte motivierende Vermittlung durch qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen kommt es an.

Und das möglichst früh: Anregungen zum musikalischen Ausdruck beginnen nicht erst mit einem Instrument in der Hand, sondern in der frühkindlichen Erziehung, beispielsweise mit dem Singen und der Schulung der Körperinstrumente. Jedes Kind hat ein Recht auf künstlerische und musikalische Bildung - von der Kita an. Musische Fächer wie Kunst, Theater oder Musizieren müssen deshalb als integraler Bestandteil unseres Bildungssystems gestärkt werden. Damit kulturelle Bildung nicht hauptsächlich vom Einkommen der Eltern abhängt und den Lippenbekenntnissen über die positiven Auswirkungen musischer Bildung endlich Konsequenzen folgen, ist ein gesellschaftliches und politisches Umdenken gefordert.

Dazu leistet der Deutsche Musikrat mit dem "Tag der Musik" bereits seit drei Jahren einen wertvollen Beitrag. Auch in diesem Jahr werden unter dem Motto "Ohne Musik keine Bildung" wieder zahlreiche Veranstaltungen die Verknüpfung von Herz und Verstand durch Musik thematisieren und eindrucksvoll erlebbar machen.

 

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