Dienstag, 12. April 2011

PM 0327-11, (Studienplatzvergabe: Schavan muss runter von hochschulpolitischer Zuschauertribüne)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0327
Datum: 12. April 2011

Studienplatzvergabe: Schavan muss runter von hochschulpolitischer Zuschauertribüne

Zur Verschiebung des neuen Hochschulzulassungsverfahrens auf unbestimmte Zeit erklärt Kai Gehring, Sprecher für Hochschulpolitik:

Für Studienberechtigte und Hochschulen ist die Lösung des Zulassungschaos überfällig und weiteres Tohuwabohu völlig unzumutbar. Studienberechtigte dürfen keine Versuchskaninchen werden, sondern haben ein Recht auf ein funktionierendes Einschreibe- und Zulassungsverfahren. Solange das neue Zulassungsverfahren in Testläufen nicht funktioniert, ist sein Start unverantwortlich.

Angesichts des Studierenden-Ansturms muss zum Wintersemester ein ausgereiftes System bereitstehen, das ineffiziente Mehrfachbewerbungen und die unsägliche Studienplatz-Tombola beendet. Ministerin Schavan muss unverzüglich eingreifen und das Zulassungschaos beheben, anstatt Zaungast zu bleiben. Ihre Politikverweigerung hat das Zulassungschaos verschärft und das Missmanagement bei der Erarbeitung des neuen Verfahrens befördert.

Leidtragende der Verschieberei sind die Studienberechtigten, die erst in langwierigen Nachrückverfahren weit nach Semesterbeginn einen Studienplatz erhalten oder gar vergebens suchen werden. Bewerber und Hochschulen brauchen jetzt belastbare Lösungen und Verfahrenssicherheit statt weitere Kapriolen. Dazu braucht es bundeseinheitliche Zulassungsregeln, ein funktionsfähiges System mit transparenter Studienplatzvergabe sowie eine verbindliche und ausfinanzierte Teilnahme aller Hochschulen.

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