Donnerstag, 30. September 2010

PM 1154-10 (Langzeitarbeitslose als Stiefkinder des Aufschwungs)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 1154
Datum: 30. September 2010

Langzeitarbeitslose als Stiefkinder des Aufschwungs

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat September erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Hartz-IV-Empfängerinnen und -empfänger und Geringqualifizierte sind die Stiefkinder der erfreulichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen hat sich im Vorjahresvergleich erhöht. Wenn Arbeitsministerin von der Leyen daran festhält, die Mittel für die Arbeitsförderung in den kommenden Jahren um 16 Milliarden Euro zu kürzen, werden Arbeitslosengeld II-Empfänger endgültig vom Aufschwung abgekoppelt. Auch der Fachkräftemangel wird sich verschärfen. Zudem entstehen viele der neuen Arbeitsplätze bei Leiharbeit und in Teilzeit. Das bedeutet für die Arbeitnehmer viel Unsicherheit und wenig Einkommen. Damit mehr Menschen vom Aufschwung am Arbeitsmarkt profitieren, muss die Bundesregierung stärker in die Arbeitsförderung und in gute Arbeit investieren.

Wir fordern:

- Die Kürzung der Mittel für die Eingliederung in Arbeit muss zurückgenommen werden. Es muss viel mehr als bisher in Qualifizierungsmaßnahmen investiert werden, um den Fachkräftemangel einzudämmen und mehr Jobchancen für Arbeitslose zu schaffen.


- Ein Mindestlohn muss eingeführt werden, damit mehr Menschen von ihrem Lohn auch leben können und der Forderung nach dem Lohnabstandsgebot Genüge getan wird.


- Leiharbeit muss endlich vernünftig reguliert werden, damit diejenigen, die jetzt einen Job erhalten, auch eine dauerhafte Perspektive bekommen.


 


(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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