Freitag, 24. September 2010

PM 1131-10, (Aus für Diabetiker-Lebensmittel - Bundesregierung muss gesunde Ernährung stärker fördern)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 1131
Datum: 24. September 2010

Aus für Diabetiker-Lebensmittel - Bundesregierung muss gesunde Ernährung stärker fördern

Zur heutigen Entscheidung des Bundesrates, Diabetiker-Lebensmittel zu verbieten, erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik:

Wir begrüßen die Entscheidung des Bundesrates, dass künftig keine speziellen Diabetiker-Lebensmittel mehr angeboten werden dürfen.

Seit langem weisen wir darauf hin, dass Diabetiker-Produkte keine Vorteile bringen. Viele enthalten mehr Fett als vergleichbare Produkte und werden mit Zucker-Austauschstoffen versetzt. Den Nutzen haben nur die Hersteller, die mit überteuerten Lebensmitteln Millionen Gewinne einfahren.

Jetzt muss aktiv in die Änderung falscher Ernährungsgewohnheiten, den eigentlichen Diabetes-Verursacher, investiert werden. Besonders bei Kindern besteht dringender Handlungsbedarf. Laut einer internationalen Studie wird sich in Europa die Rate von Diabetes-Erkrankungen bei Kindern unter 15 Jahren bis zum Jahr 2020 verdoppeln. Die WHO spricht bereits von einer Diabetes-Epidemie. Bereits heute verursachen ernährungsbedingte Krankheiten in Deutschland Kosten von bald 100 Milliarden Euro pro Jahr.

Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich eine Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe zu starten und dabei ein gezieltes Aktionsprogramm für gesunde Kinderernährung zu entwickeln. Außerdem muss Ernährungsbildung endlich Pflichtelement in den Lehrplänen und Bildungsprogrammen für Kindertagesstätten werden. In den anstehenden Haushaltsberatungen ist die Bundesregierung in der Verantwortung, für die Bekämpfung von Diabetes entsprechende Haushaltsmittel bereitzustellen.


(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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