Donnerstag, 17. Juni 2010

PM 0710-10 (Waffenrecht: Abwarten kann Leben kosten)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0710
Datum: 17. Juni 2010

Waffenrecht: Abwarten kann Leben kosten

Zur Übergabe von Unterschriften durch die Initiativen "Keine Mordwaffen als Sportwaffen" und "Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden" erklären Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, und Wolfgang Wieland, Sprecher für Innere Sicherheit:

Nach dem Amoklauf von Winnenden haben engagierte Eltern der Opfer und viele Bürgerinnen und Bürger sich dafür engagiert, eine wirkungsvolle Reform des Waffenrechts durchzusetzen. Ihr Aktionsbündnis hat zusammen mit der Erfurter Initiative "Keine Mordwaffen als Sportwaffen" tausende Unterschriften gesammelt, damit zu den über 30 Opfern nicht weitere hinzukommen.

Wir unterstützen die Anliegen der beiden Initiativen. Eine Reform des Waffenrechts kann erheblich dazu beitragen, die Gefahr von Amokläufen zu verhindern. An der Wurzel, beim Täter selbst, kann nur umfassende Präventionsarbeit in der Schule, im Elternhaus und der ganzen Gesellschaft wirken; aber die Gelegenheit, tödliche Waffen auf andere abzufeuern, kann das Waffenrecht abschneiden. Es geht nicht um die Kriminalisierung von Schützen und Jägern, sondern um den wirkungsvollen Schutz vor Amokläufen und das Zurückdrängen von Waffen aus der Gesellschaft. Solange Waffen und Munition leicht zugänglich bleiben, bleibt die Gefahr weiterer schrecklicher Taten. Eine Reform ist deshalb überfällig und darf nicht weiter verschleppt werden.

 

 


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