Mittwoch, 21. Oktober 2009

PM 0853-09, (Das Netz vergisst nichts – Datenschutz auch in sozialen Netzwerken)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0853
Datum: 21. Oktober 2009

Das Netz vergisst nichts – Datenschutz auch in sozialen Netzwerken

Anlässlich des Datenskandals des Internet Netzwerks Schüler VZ erklärt Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin:

Soziale Netzwerke kosten nichts, aber sie haben ihren Preis: Die Nutzerinnen und Nutzer zahlen ihn durch die Übermittlung ihrer persönlichen Daten, Vorlieben und Hobbys. Dass diese Daten in Netzwerken leider nicht immer gut geschützt sind, zeigt der jüngste Skandal bei dem massenhaft Datensätze vom Netzwerk Schüler VZ geklaut und illegal verbreitet wurden.

Das Netzt vergisst nichts. Deshalb wollen wir soziale Netzwerke, die verantwortlich mit den Daten ihrer Kundinnen und Kunden umgehen. Dazu gehören auch transparente Rechtsregeln bei der Verarbeitung und Nutzung von Kundendaten im digitalen Raum. Datenschutz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung müssen auch in sozialen Netzwerken gelten.

Wir fordern deshalb die Einführung eines Datenschutzauditsiegels, damit die Nutzerinnen und Nutzer sich darauf verlassen können, dass ihre persönlichen Daten auf der jeweiligen Plattform gut und sicher aufgehoben sind. Die Netzwerkanbieter müssen klare Regeln für Identitätsdiebstahl und Mobbing schaffen. Missbrauchsfälle müssen geprüft und an die zuständigen Behörden gemeldet werden. Die Nutzerinnen und Nutzer müssen selber darüber entscheiden dürfen, wer welche Informationen über sie im Netz einsehen darf. Deshalb müssen Netzwerke grundsätzlich auch über ein Pseudonym nutzbar sein. Gewünschte Profillöschungen von Profilen müssen umgehend und vollständig umgesetzt werden.

Die Netzwerkbetreiber sollten aus den Skandalen endlich lernen und ihre soziale Verantwortung Ernst nehmen. Dazu gehört auch ein Hinweis auf der jeweiligen Startseite, dass die Nutzerinnen und Nutzer mahnt, gewissenhaft und vorsichtig mit der Verbreitung ihrer Daten umzugehen, weil das Netz nichts vergisst.


(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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