Dienstag, 24. Februar 2009

PM 0177-09, (Vattenfall will ökologische Konkurrenz durch Nuon beenden)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0177
Datum: 24. Februar 2009

Vattenfall will ökologische Konkurrenz durch Nuon beenden

Zum Übernahmeangebot Vattenfalls an den niederländischen Stromversorger Nuon
erklären Dr. Thea Dückert, parlamentarische Geschäftsführerin, und Hans-Josef
Fell, Sprecher für Energiepolitik:

Auf Grund der Übernahme der Stromsparte des Energieversorgers Nuon durch den
Vattenfall Konzern verlieren die Verbraucherinnen und Verbraucher in Berlin und
Hamburg eine wichtige ökologische Alternative zu den vier großen deutschen
Energieversorgern. Auf den lokalen Märkten der Großstädte ist Nuon der
wichtigste unabhängige Wettbewerber der deutschen Energieriesen.

Nuon war Auffangbecken für unzufriedene Vattenfallkunden, diese beziehen ihren
Strom jetzt wieder ungewollt vom Konzern, der in der Vergangenheit besonders
durch seine intransparente Informationspolitik bei Störungen in Atomkraftwerken
auffiel. Durch die Übernahme wolle Vattenfall angeblich das niederländische
Know-how im Bereich der erneuerbaren Energien nutzen und den Umbau in einen
klimaneutralen Betrieb bis 2050 umsetzen. Es ist eher zu befürchten, dass
Vattenfall seine antiökologischen Interessen unter Ausschaltung des atom- und
kohlestromfreien Konkurrenten Nuon verfolgt.

Verlorenes Vertrauen kann man aber nicht zurückkaufen. Die Fokussierung von Nuon
auf die erneuerbaren Energien muss erhalten bleiben, am besten in dem Nuon
eigenständig bleibt.  Vattenfall darf seine größere Marktstellung in Berlin und
Hamburg nicht zu Lasten des Verbrauchers und des Klimaschutzes missbrauchen. Der
Konzern muss eine grundlegende Wende weg von Kohle und Atom, hin zu einer
umweltverträglichen Energieerzeugung und hin zu fairen Preisen machen. Ein
erstes Zeichen wäre der Verzicht auf den Bau des Kohlekraftwerkes in Moorburg
sowie der Verzicht auf die Wiederinbetriebnahme des veralteten Atomkraftwerks
Brunsbüttel.


(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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