Donnerstag, 12. Februar 2009

PM 0148/09 (Die Kreativen in den Mittelpunkt stellen)

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0148
Datum: 12. Februar 2009

Die Kreativen in den Mittelpunkt stellen

Zur Ankündigung von Kulturstaatsminister Neumann, Regisseure besser zu fördern,
erklärt Claudia Roth MdB:

Bei der Novellierung des Filmfördergesetzes (FFG) im letzten Herbst gingen die
Regisseure leer aus. Der grüne Vorschlag, sie in die Förderung im Rahmen des FFG
einzubeziehen, wurde von der Regierungskoalition abgelehnt. Die Interessen der
Kreativen zogen den Kürzeren in einer einseitig auf starke Interessensgruppen
und Wirtschaftsverbände ausgerichteten Kulturpolitik.

Erfreulich ist, wenn nun doch erkannt wurde, dass es bei der Förderung von
Regisseuren Handlungsbedarf gibt. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung,
wenn der zweite von uns eingebrachte Vorschlag, Regisseure mit Mitteln des
Deutschen Filmpreises zu fördern, von Kulturstaatsminister Neumann aufgegriffen
wird. Zwar sehen bereits die Filmpreis-Richtlinien von 2005 eine solche
Möglichkeit vor. Von ihr wurde aber bisher nur ausnahmsweise Gebrauch gemacht.

Nicht ausreichend ist es, wenn nur die Regisseure einiger ganz weniger
Preisträger-Filme gefördert werden. Eine Bundestagsanhörung im letzten Herbst
zeigte deutlich, unter welch prekären Bedingungen viele Regisseure von
künstlerisch wichtigen und erfolgreichen Filmen in Deutschland leben und
arbeiten. Insbesondere die Einbeziehung von Regisseuren in die FFG-Förderung
bleibt auf der Tagesordnung.


(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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